Côte d'Azur

Die Alpes Maritimes – besser bekannt als „Côte d’Azur“

Weltbekannt für ihr Küstenland ist die sogenannte „Côte D’Azur“ oder „French Riviera“ im Südosten Frankreichs. Sie gehört zum Département Alpes Maritimes und wird jährlich von mehr als 9 Millionen Touristen besucht.

Das Panorama wird vom Massiv der Alpen beherrscht, das sich beispielsweise östlich von Nizza plötzlich und fast senkrecht aus dem Mittelmeer erhebt. Der Höhenunterschied zwischen dem Massiv von Mercantour und der Küste beträgt 3143 Meter.

Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts haben sich immer mehr reiche Ausländer an der Küste niedergelassen. Heute, zwei Jahrhunderte später, sind die draus resultierenden demographischen und wirtschaftlichen Ungleichheiten zwischen Küste und Hinterland deutlich zu spüren. Weitab der Betonwüsten und 40 km langen Stränden der Küstenregion findet man im Hinterland bemerkenswerte Ausflugsziele: 9 Naturparks, der bekannteste davon der Nationalpark von Mercantour, 4.000 km Wanderwege und sieben Täler inmitten einer seltenen reichhaltigen Flora und Fauna.

Das von der Sonne verwöhnte Departement Alpes Maritimes zieht seit jeher viele Künstler an, deren Werke die Gegend von der Antike bis heute geprägt haben. Das milde Klima ist wie geschaffen für kunstvolle Gartenanlagen und traumhaft schöne Blumenparks. Grasse, die Hauptstadt der Blumen und Düfte, hat sich diese Kunst schon sehr früh zu eigen gemacht und verwöhnt uns mit allem, was die Nase und den Gaumen erfreut. Um den Niedergang der Nizzaer Kochkunst aufzuhalten, besinnt man sich heute wieder auf regionale Erzeugnisse und traditionelle Gerichte.

Die zahlreiche aber immer älter werdende Bevölkerung des Departements zieht sich heute zunehmend in das noch unberührte Mittel- und Hochland fernab der Küstengebiete zurück. Dort trifft man des Öfteren auf Einheimische, die gerne bereit sind, Ihre Erfahrungen und ihr “Savoir-vivre” weiterzugeben. Machen Sie sich auf, diese Menschen kennenzulernen und die Côte d’Azur einmal anders zu erleben: authentischer und reizvoller!

Öko & Bio an der Côte d'Azur?

Das Departement Alpes-Maritimes ist weitgehend bergig und vereint drei geografisch unterschiedliche Gegenden: das Hochland, das mittlere Hochland und die Küste. Lediglich 3 % der Bevölkerung lebt im Hochland, das 70 % der Fläche des Departements ausmacht. Dafür weist die gerade mal 60 km lange Küste eine extrem hohe Bevölkerungsdichte auf, die an eine Megapolis erinnert. Von Nizza bis Menton ist die Küstenlandschaft auf eine minimale Breite reduziert. Nur im Westen des Var zieht sie sich weiter nördlich bis in die Region von Grasse.

Aufgrund dieser ungleichen Bevölkerungsverteilung ist das Hinterland bis heute kaum menschlichen Eingriffen ausgesetzt und umfasst seit 1979 75% der Fläche des Nationalparks Mercantour. Wenn man die Rand- und Hauptgebiete des Parks zusammenzählt, kommt man hier auf über 1.600 km² Naturschutzgebiet. Nach 60 Jahren wurde im November 1992 dort zum ersten Mal ein Wolf gesichtet. Anlässlich einer Zählung der Gämsen in der hohen Vésubie, entdeckte man einen aus Italien stammenden Wolf, der Experten zufolge aus dem Apennin gekommen war. Heute leben im Gebiet des Parks 30 bis 40 Wölfe, die mitunter große Probleme für die Parkwächter und Schafszüchter darstellen, welche mit den Angriffen der Wölfe auf ihre Herden leben müssen. Die Parkwächter haben die Aufgabe, sowohl die Wölfe als auch die Weidewirtschaft zu schützen, die wiederum eine Schlüsselrolle für die Landschaft, ihre Einwohner und ihre Artenvielfalt spielt.

Das Departement erfreut sich eines mediterranen Klimas, mit schnellen klimatischen Übergängen auf kleinem Raum. Dieser klimatischen Vielfalt, insbesondere in den höher gelegenen Bergregionen, ist wiederum die üppige Flora und Fauna zu verdanken. Zusammen mit den Departements Pyrénées-Orientales und Aude verfügt die Region über eine große pflanzliche Artenvielfalt und ein außergewöhnliches Naturerbe.

Die Landwirtschaft steht unter dem starken Druck der Bodenspekulation und potentiellen Bebauung in der Nähe der Städte. Das Hinterland hingegen kämpft stetig darum, eine Berglandwirtschaft im Einklang mit der Weidewirtschaft aufrechtzuerhalten. Im gesamten Departement arbeiten nur 6% der Landwirte mit biologischen Methoden und noch weniger sind nach Demeter-Kriterien zertifiziert. Seit dem Jahr 2000 sind die landwirtschaftlichen Nutzflächen um fast ein Drittel zurückgegangen, sehr viel mehr als im Rest des Landes, wo sie sich durchschnittlich um 3% verringert hat. Charakteristisch für das Departement sind die vielen kleinen Familienbetriebe, die 75% der landwirtschaftlich genutzten Fläche ausmachen und bewiesen haben, dass sie dank ihrer vielfältigen Produktion flexibler auf unterschiedliche Krisen reagieren können.

Aufgrund der heterogenen Geologie und Bodenbeschaffenheit empfiehlt es sich, das Departement statt mit dem Fahrrad zu Fuß auf gut markierten Wanderwegen zu erkunden. Abgesehen von einem kleinen Abschnitt der Eurovelo 8 an der Küste gibt nur wenige ausgebaute Fahrradwege, die in den Städten auch noch meist durch parkende Autos blockiert sind.

Ein paar Fakten…

1.094.596 Einwohner, davon 365.255 Beschäftigte und 439.066 Rentner
235 Einwohner/km²
4.294 km² Bodenfläche.
Ca. 300 Sonnentage im Jahr
163 Gemeinden
8 Städte mit mehr als 25.000 Einwohnern, die meisten an der Küste

Quelle : Conseil General von Alpes Maritimes